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  • Josianne Hosner erzählt, wieso das Leben immer besser wird

Josianne Hosner aka Josianne von Quittenduft und ich kennen uns schon gefühlte 100 Ewigkeiten. Josianne hat sich ein Leben erarbeitet, das sie so richtig auskostet und die Freude darüber sprudelt nur so in unserem Gespräch. Wir sprechen über Kunstwerke, die aus Momenten entstehen, über zeitlose Experimente und das frei sein. Dabei diskutieren wir auch über unsere Lieblingsbücher und wieso der richtige Zeitpunkt im Monat wichtig für gewisse Entscheide ist. Tauch ein in diese freud- und farbvolle Stunde, ich wünsche dir ganz viel Spass dabei!

Das Gespräch startet wunderbar ehrlich und authentisch mit der Antwort auf die Frage, wer Josianne ist: «Ich bin eine coole Frau». Jawohl, das kann ich doppelt und dreifach unterstreichen! Josianne hat drei Kinder, einen lässigen Man (O-Ton Josianne) und arbeitet selbstständig als Josianne von Quittenduft im Bereich weiblicher Zyklus und wie fest es sich lohnt, diesen ganz gut zu kennen!

«Ich habe ein Leben, das immer besser wird», Josianne

Josianne erzählt, dass sie ihr Leben recht selbstbestimmt gestalten kann und dass dies gut zu ihrem Dasein als Morgenmuffel passt: «Ich gumpe nicht aus dem Bett und habe Freude, es ist ein langsamer Prozess für mich».

Josiannes Tage sind sehr abwechslungsreich. Nebst der Arbeit macht sie mit ihrem Mann homeschooling für die Kinder - «das ist eine spannende, herausfordernde und absolut geniale Aufgabe» - eine Aufgabe in die sie seit eineinhalb Jahren reinwächst. Auch ihre Patchwork-Familie berge Herausforderungen, aber auch ein riesiges Potential.

Josianne sagt, dass sich dies nicht von heute auf morgen entwickelt hat und es nicht immer klar und einfach war. «Es hat sich meist anders entwickelt, wie ich es gemeint habe». Doch Josianne fügt an: «Ich spüre gut, was mir passt, was mir gut tut. Ich finde das Leben abenteuerlich».

«Ich bin Vieles. Manchmal denke ich, ich bin ein Chamäleon. Ich passe in viele Gefässe hinein und doch in keines so richtig»
, Josianne

«Das Wichtigste für mich ist, dass ich frei bin in dem was ich mache», Josianne

Wie für mich, ist es für Josianne auch sehr wichtig selber und alleine entscheiden zu können.

«Ich bin froh, ist mein Leben so verlaufen, wie es ist», Josianne

Josianne meint, dass der Tag manchmal zu wenig Stunden hat und keine Zeit für Hobbies wie Töpfern oder Mosaike machen bleibt. Doch sie spürt, dass sich da etwas tut. Die Kinder werden älter und so kann sie diesen Freuden auch wieder mehr Raum lassen.

Ein Momentding, das Josianne Freude macht, ist Mandalas aus Naturmaterialen legen. Es ist innerhalb weniger Minuten gemacht und machbar, egal wo man gerade bist. Falls du es auch einmal ausprobierst, mach uugerne ein Foto davon und tagge uns mit @josianne_von_quittenduft und @ronjasakata, damit wir es teilen können, weisch wie schön. : )

«Mein Leben ist recht dicht, recht voll. Ich bin ein Morgenmuffel, aber auch keine Nachteule», sagt Josianne lachend. Sie liest am Abend noch, geht darum gerne früh ins Bett und bleibt auch am Morgen gerne so lang wie möglich drin!

Ich frage Josianne, wie man sie am Morgen aus der Reserve lockt und sie antwortet verschmitzt: «Stillheimlich eine Tasse Marrakesch-Tee aufs Nachttischen stellen».

«Von 9 bis 9 bin ich voll da, für meine Sachen, für die Kinder, für den Mann, für die Familie, für Freundinnen… vorher und nachher ist nur für mich», Josianne

«Der Morgen ist für mich absolut magisch»
, Ronja

Seit Jahren nehme ich mir vor 8 Stunden pro Nacht zu schlafen und seit einiger Zeit gelingt es mir endlich. Es ist so ein grosser Unterschied! Ich habe am Tag viel mehr Energie und kann mich soviel besser konzentrieren. Falls 8 Stunden Schlaf pro Nacht für dich nach völlig übertrieben oder schlicht unmöglich klingen, probiere es unbedingt einmal aus! Nur so merkst du, ob und was es dir bringt.

Josianne erzählt von einer tollen Vision, die sie hat: «Ich möchte an einem Ort leben und auch arbeiten, in Mitten der Natur, wo ich keine Uhr habe und nur nach Gefühl essen und schlafen würde und das Ganze dann einfach beobachten. Das wäre für mich das Grösste, das einfach mal auszuprobieren».

Wir sprechen über die Schwedin Jonna Jinton, welche wunderschöne und völlig unaufgeregte Videos macht und uns beiden sehr gut gefällt. Suche ihren Namen mal auf Youtube und tauche in diese wundersame Welt ein, es wird dir gefallen. : )

Josianne erzählt, dass Jonna eine grosse Inspiration für sie ist. Das (unbewusst) vermittelte Gedankengut, dass Geld verdienen einfach sein darf und dass sie dazu in einem Häuschen in Schweden sitzen darf, das gefällt Josianne.

«Ich kann alles, wenn ich will», Josianne

Josianne meint, dass es lustig ist mit der Lebenszeit. Sie weiss, dass sie dem Lebensende näher kommt und gleichzeitig hat sie durch Dinge, die früher verkrampft waren und die sich gelöst haben, das Gefühl, dass nun eine viel grössere Spielwiese vor ihr liegt.

«Wenn wir gut auf uns Acht geben, dann können wir sooo alt werden und so viel fun haben», Ronja

Wir sprechen über unsere Kinder und die Träume und Visionen, die sie haben. Lachend und auch ein bisschen staunend erinnern wir uns, dass wir noch in die Bibliotheken mussten, um unsere Vorträge für die Schule zusammen zu tragen. Stell dir das mal einen Moment lang vor. : )

«Mach doch einfach das, was du am liebsten machst!»
, Ronja

«Es ist auch die Differenzierung, was kann ich gut und was tut mir gut»
, Josianne

Josianne erzählt, dass sie ihre Frauenkreise in Person liebt, im letzten Jahr aber völlig auf den Geschmack von Online-Kursen gekommen ist, da sie diese viel weniger erschöpfen als Live-Anlässe. Die eigenen Grenzen zu kennen und nein sagen zu können sind enorm wichtig.

Josianne sagt: «Ich bin keine Ärztin und keine Therapeutin und manchmal gibt es bei meiner Arbeit Geschichten die heavy sind, bei denen ich nicht die richtige Ansprechpartnerin bin. Das ist für mich auch etwas zum Lernen, zum Sagen: Das gehört in ganz kompetente Hände. Ich bin auf meinem Gebiet sehr kompetent, aber das geht jetzt gerade noch einen Schritt weiter oder in eine andere Richtung. Zu wissen, dass ich das dann nicht für jemanden lösen muss, das gehört für mich auch zu Self-Care oder zum Grenzen erkennen».

Josianne fügt an: «Ich liebe z.B. Zoom-Calls, das hätte ich auch nie gedacht! Ich finde das so eine coole Kombination von dieser Online-Arbeit, die mich von vielen in Person-Verpflichtungen befreit und die Zeit kann ich dann wiederum in der Natur verbringen».

Wie kreierst du ganz bewusst Freude im Alltag?

Das Sonnenlicht, das auf ein Gartenblümchen scheint, ein Buch, das das richtige Papier hat, ein Gespräch mit einer guten Freundin, es sind oft die kleinen Momente. «Die Dankbarkeit - ich bin da, ich kann mit frei bewegen, ich bin meistens gesund, das ist schon einmal Grund genug um glücklich zu sein», ergänzt Josianne.

«Ich bin sehr sinneszugewandt», Josianne

Josianne sagt, dass sie sehr gerne in Romane eintaucht und ihre Lieblingsbücher richtig oft liest, zum Beispiel wenn sie grad Lust hat wieder in dieser Landschaft unterwegs zu sein oder Zeit mit dieser (Roman-)Figur zu verbringen.

Mir geht es genau so! Mein Mann Ken findet jeweils ungläubig: «Jetzt weinst du an der gleichen Stelle!» Oder «jetzt lachst du an der gleichen Stelle». : )


Josiannes Liste mit 10 Lieblingsbüchern  

  • Nora Roberts, The Awakening
- Gioconda Belli
  • Die bewohnte Frau
- Lisa Lister
  • The ocean between us
- Nora Roberts
  • The Guardians Trilogy
- Susan Wiggs
  • Just Breath
- Liz Gilbert
  • Big Magic
- Patricia Kölle
  • Zeit der Glühwürmchen
- Ina Ruschinski
  • Seelenwege - Claus Mikosch
  • Der kleine Garten am Meer
- Sergio Bambaren
  • Der träumende Delphin

«Ich liebe es, wenn man mit dem pragmatischen Hirn denkt, das ist nie möglich, aber im Buch glaubt man jedes Wort», Josianne

Josianne erinnert sich, dass sie Englisch gelernt hat, indem sie Bücher, die sie schon oft auf Deutsch gelesen hat, auf Englisch las. Sie fügt an, dass Sprachen auch etwas sind, das ihr Freude bringt.

«Nicht alles ist durchdacht und macht Sinn und das muss es auch nicht. Solange es sich für mich gut anfühlt, ist es okay», Josianne

Wir sprechen übers Nein und Ja sagen und wie schwierig und gleichzeitig so klar es eigentlich ist. «Wenn jede Anfrage genau gleich gehandhabt wird, würde ein Funken wegfallen, der mir Freude macht», sagt Josianne. Gleichzeitig ist da aber manchmal diese Stimme im Kopf, die findet, es ist nicht fair hier ja zu sagen und dann da nein.

«Es muss auch mir gegenüber sehr fair sein. Allen Alles recht zu machen oder zu erklären, bringt es eh nicht», Josianne

«Wenn du lange kein Ja spürst, der Kopf es schon gut fände, das Ja aber einfach nicht kommt oder das Mail einfach nicht geschrieben wird, einfach weil es nicht aus den Fingern kommt, dann ist es schon ein Nein», findet Josianne. «Auf so Sachen hören kann ich 100x besser, wenn ich alleine bin. Wenn ich nicht unter Menschen bin, dann spüre ich das besser».

Marie Forleo sagt: «If it‘s not a hell yes, it‘s a no».

Wenn du etwas machst, das du nicht gerne machst, dann ist das Burnout einfach «cheiben» schnell um die Ecke gebogen und sagt «haha dich pack ich jetzt als Nächstes, weil eigentlich willst du gar nicht da sein und du willst das gar nicht machen».

Josianne sagt auch, dass sie bei ihrer Thematik – Zyklen, Menstruation, eine grosse Notwendigkeit zur breiten Aufklärung sieht. «Aber da kenne ich auch wieder meine Limiten und weiss: Nicht ich. Das dürfen ganz viele andere Frauen machen, so dass es nachher ein Netz ist und das finde ich eine Entlastung». Es brauche auch manchmal ein bisschen Mut gute Ideen für Zusammenarbeiten abzulehnen, weil sie schon ihr eigenes Ding hat, dass sie erfüllt. Josianne sagt, dass es ihr hilft, solche Entscheidungen vor der Menstruation zu treffen. Zu einem anderen Zeitpunkt im Monat könnte die Entscheidungen ganz anders ausfallen. Bei gewissen Absagen, wartet sie sogar auf die Woche vor der Menstruation.

Jetzt nicht mehr so geheimer Geheimtipp, falls du mal eine Anfrage bei Josianne starten willst: Zyklustag 11 ist der beste Tag dafür. ; )

«Es macht mich glücklich, dass ich hinstehen kann und reflektieren: «Nein das tut mir nicht gut, auch wenn es die coolste Sache der Welt ist», das ist ein recht tolles Gefühl», Josianne

Es geht immer wieder um die Klarheit zu wissen, was du willst und dich selber gut zu kennen.
 
Was sagst du der ganzen Welt?

«Küss eine Blume» sagt Josianne lachend, «nein ehrlich, schaut eine Blume an. Schaut euch gut im Sinne von - ganz banal - was tut euch gut? Was macht dich glücklich? Und es ist voll 100% ok sich dem zuzuwenden und dem nachgehen. Das sage ich der Welt».

Wir könnten 100 Stunden weiter reden, es ist wieder ein wunderbares Gespräch entstanden. Danke tuusig Josianne, dass du dir die Zeit dafür genommen hast!

Das Video zu unserer Konversation kannst du hier schauen:

Hier findest du Josianne:


Webseite: https://quittenduft.ch/  
Facebook: https://www.facebook.com/quittenduft/
Instagram: https://www.instagram.com/josianne_von_quittenduft/ 

Erwähnungen im Podcast: 

Jonna Jinton
The Zone of Genius von Gay Hendricks
Goldkugel-Meditation
Malcolm Southwood
The Awakening von Nora Roberts
Herzenhören von Jan-Philipp Sendker
Dolly-Bücher von Enid Blyton
Silbermuschel von Federica de Cesco

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