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Mathias Blattmann spricht über die Balance zwischen Vollzeitvater und Geschäftsmann sein

Mathias und ich sind im gleichen Ort aufgewachsen und ich kenne ihn, seit er ein kleiner Junge ist. Mathias konventionelle unkonventionelle Lebensweise sorgt für ein wunderbar spannendes und erfrischendes Gespräch über Familienalltag, den Weg zur beruflichen Selbständigkeit, die Tücken der Sozialen Medien und von feinen Kochvideos. Jawohl, du kannst dich auf was freuen!

«Ich bin Vollzeit-Vater, Hausmann und Ehemann und nebenbei Businessmann, ich versuche eine gute Mischung zu finden. Wie beim Öl und Essig trennt es sich zwar, aber man kann es immer wieder mischen und dann gibt es eine feine Sosse», sagt Mathias lachend. Er kümmert sich hauptsächlich um die gemeinsame Tochter und das Zuhause, betreibt nebenher aber noch sein Fotografie-Business und dreht Youtube- und Instagram-Videos.

Was macht dir Freude?

«Menschen helfen, Menschen fröhlich machen, früher mit Essen als Koch, mit Servieren in der Hotelfachschule und jetzt mit Bildern, mit denen Menschen auf Erinnerungen zurück- schauen können. Ich wage gerne Neues und bin spontan. Es macht mir Freude, wenn ich meine Tochter vom Kindergarten abhole, einfach mal links statt rechts abzubiegen oder eine Extrarunde zu drehen», antwortet Mathias.

Wie bringst du Freude in deinen Alltag?

Podcasts und Musik hören, spazieren, lesen… uuund: 

Mathias erinnert sich an eine Frau, zwischen 70 und 80 Jahre alt, die für Identitätsfotos zu ihm ins Fotostudio kam. Da diese ja jeweils sehr seriös sein müssen, hat Mathias am Schluss vorgeschlagen, einfach noch ein schönes Foto zu machen. Die Frau hat sich so darüber gefreut, dass sie später einen Brief geschrieben hat und meinte: «Früher, als ich noch jung war, ist man in die Stadt zum Fotografen gegangen, heute geh ich aufs Land». : )

Ein Foto ist so viel mehr als nur ein Abzug und genau das ist es, was Mathias so viel Freude bereitet, wenn er jemandem mit seinen Fotos gerade auch eine Portion Selbstbewusstsein oder Freude oder Mut auf den Weg geben kann.

Wie zauberst du Magie in den Alltag mit deiner Tochter?

«Bei Regenwetter ein Picknick in der Stube veranstalten oder im Sommer mit dem Pedalo auf den See raus und ein Sandwich essen». Mathias ergänzt lachend, dass er sich im ersten Kindergartenjahr seiner Tochter etwas eingebrockt hat, indem er ihr jeden Tag eine kleine Überraschung gemacht hat, z.B. die Barbies schon zum Spielen aufgestellt oder etwas zum Basteln oder Malen vorbereitet… und jetzt im zweiten Kindergartenjahr findet sie eigentlich nicht, dass er damit einfach so wieder aufhören kann. : )

Es macht so Freude, Mathias zuzuhören, was er alles für tolle Ideen hat. Manchmal organisieren er und seine Tochter einen Kochwettbewerb, wie im TV, einfach mit imaginärem Publikum, aber unbedingt auch mit Zeituhr die abläuft und Musikeinlagen dazwischen. : )

Instastory - Kochvideos

Mathias macht regelmässig kurze Kochvideos, die er in seinen Instastories zeigt. Dies ist daraus entstanden, dass er plötzlich fand, dass, wenn er schon so viel zu Hause kocht, eigentlich auch andere Menschen davon profitieren könnten. Er möchte mit den Videos die Leute begeistern, dass sie spontan etwas ausprobieren und motiviert kochen. Ich werden dir Mathias Kanal unten verlinken, damit du schauen kannst, was er so kreiert und was für visuelle Kunstwerke dabei entstehen!

Was macht dir ganz persönlich Freude?

«Es macht mir auch Freude, wenn ich am Abend zurückschauen kann und weiss, ich habe erledigt, was ich wollte und geschafft, was ich wollte und sogar noch mehr».

Ein grosser Trick von mir:

«Ich mache immer das Schlimmste am Montag, dann kann ich mich auf den Rest der Woche freuen», Mathias

Mathias erzählt, dass er manchmal am Abend den Laptop nimmt, oder ein Blatt Papier, und einfach aufschreibt, was er den ganzen Tag durch gemacht hat. «Es sind so viele kleine Sachen, die du am Tag erledigst, das ist gewaltig wie weit du kommst. Wenn du das dann noch einmal durchliest und dir durch den Kopf gehen lässt oder auch ein paar Monate später liest und denkst «wow, mega cool», das ist ein tolles Gefühl».

«Du kannst sehr viel erreichen und viel leisten, wenn du nichts musst und alles darfst», Mathias

«Ich will erfolgreich sein, ich will fit sein und ich will kreativ sein», Mathias

Wie bringst du deine vielen Talente, Projekte, dein Business und die Familie unter einen Hut?

Mathias erzählt, dass er irgendwann gemerkt hat, dass er nicht kochen muss, nur weil seine Familie und sein Umfeld ihn als Koch und als Gastgeber kennt. Bereits während der Lehre hat er mit dem Fotografieren begonnen und irgendwann entschieden, dass er auf dieses Standbein setzen möchte. Nachdem ein erstes Projekt, für das er Auflagen und einen Businessplan erarbeitet hat, gescheitert ist, ging er völlig locker ans Projekt «eigenes Fotostudio» und es hat auf Anhieb super geklappt. Mathias erzählt, dass der ursprüngliche Plan war, sein Geschäft mit seiner Tochter wachsen zu lassen, da er irgendwann wieder voll arbeiten wird. Mit etwas Distanz hat er dann aber gemerkt, dass die vermeintlich linear verlaufende Linie, die den Verlauf seines Geschäfts darstellt, so linear gar nicht ist und sogar einige Zacken aufweist, z.B. dann wenn Sommerferien sind und gar nichts geht. So hat Mathias realisiert, wie wichtig es ist, auch einfach mal nichts zu tun oder an einem Wochenende einfach zu lesen.

Marie Forleo, eine amerikanische Unternehmerin, die ich sehr mag, hat einmal gesagt: «Überleg dir jetzt, wie dein Geschäft in 10 Jahren ausschauen soll». Willst du dann ein riesiges Geschäft mit unzähligen MitarbeiterInnen haben? Oder willst du lieber ein kleines Team und einen überschaubaren Arbeitsaufwand?

Mathias hat auch die Erfahrung gemacht, dass er oft einen Schritt zu schnell ist und sich sagen muss: «Du hast Zeit, mach mal langsam». Statt jetzt schon jemanden einzustellen, wie ursprünglich geplant, engagiert er nun lieber jemanden stundenweise für Projekte und baut so langsam auf.

Wir kommen wieder auf die Familie zu sprechen. Mathias hat das klassische Hausfrauen-Bild völlig auf sich selber umgemünzt, dies aber ganz bewusst, weshalb er sich in dieser Rolle bewusst wohl fühlt. Er sagt, dass er am Anfang nach dem Motto lebte: «Happy wife, happy life», dann aber merkte, dass dies gar nicht bedeutet, dass man selber dann automatisch auch glücklich ist.

«Wenn du als Mann deine Partnerin dabei unterstützen kannst, erfolgreich zu sein, dann wirst du selber auch erfolgreich», Mathias

Wie fest Familie und Geschäft bei Mathias Hand in Hand gehen, merkst du dadurch, wie oft wir im Gespräch vom einen zum anderen hüpfen. : )

Mathias erzählt, dass er früher die Welt erobern wollte, dann aber gemerkt hat, dass er lieber zuerst das Ägerital erobert und dann die Welt.

«Manchmal braucht es ein bisschen weniger: Zwei Schritte zurück, drei Schritte nach vorne, um glücklich zu sein», Mathias

Seit sich Mathias dies bewusst ist, hört er auch mal 10 Minuten früher mit einem Projekt auf, um noch eine Runde spazieren zu können:«Frische Luft und Zeit für mich, das tut mir gut».

Mathias war Teilnehmer in einer meiner früheren Mastermind-Gruppen und das Aufräum-Kapitel hat ihm grossen Eindruck gemacht. Er hat damals mit der Mari-Kondo-Methode, bei der du all deine Kleider an einem Ort sammelst und dann von dort aus sortierst, seinen Kleiderschrank aufgeräumt und sich darüber gefreut, dass seine Tochter (auch wenn sie zwar eher nur das Herausräumen, nicht aber das Einräumen lustig fand : )) und seine Frau mitmachten.

«Es ist ein Happy Effekt, dass die anderen es nachmachen», Mathias

«Dort wo es möglich ist, unmögliche Sachen zu ermöglichen, ist ganz viel Potential für glückliche Kindergefühle», Ronja

Ich habe Mika bereits von klein auf gesagt, dass sie immer mit dreckigen Kleidern nach Hause kommen darf und obwohl Mathias eingesteht, früher bei seiner Tochter sehr vorsichtig gewesen zu sein, hat er sich diesbezüglich geändert, denn er findet: «Es sind die wilden Dreckli-Momente, an die man sich selber gerne zurück erinnert und das möchte man auch seinen Kindern geben».

«Du musst nicht alles, was du einmal gelernt hast, weitergeben, es darf auch anders sein», Mathias

Mathias ergänzt, dass es im Gegenzug auch Sachen gibt, die du von deinen Eltern und Grosseltern gelernt hast und die du gerne weitergibst. Wichtig ist wie immer, dass du entscheidest, was für DICH stimmt.

«Wenn die Freiheit in dir wohnt, dann bist du frei, egal wo du bist», Ronja

Mathias hat eine tolle 10-Sekunden-Regel, sie geht so: Halte einen Moment inne, schaue dich bewusst 10 Sekunden um und frage dich: Wo bin ich? Was fühle ich? Was spüre ich? Was rieche ich? Somache ich, statt schnell ein Foto mit der Kamera, ein 10-Sekundenbild im Herzen durch bewusste Wahrnehmung», Mathias

Frag dich auch einfach mal: «Ist dieser Moment für mich oder ist er für die Anderen? Mache ich das Foto für mich oder mache ich es für die Anderen?» Mathias ergänzt: «Es ist cool, wenn du einen Moment teilen kannst, aber nimm ihn doch auch einfach mal zu dir ins Herz und behalt ihn für dich».

Wir machen beide sehr gerne Fotos, aber was ich auch sehr schätze ist ohne Druck, in Echtzeit posten zu müssen, unterwegs zu sein. So wird der Waldspaziergang nicht unterbrochen und das Erinnerungsfoto ist trotzdem im Kasten.

Mathias macht auch darauf aufmerksam, dass «food waste» zwar in aller Munde ist, von «data waste» jedoch kaum gesprochen wird, obwohl das auch unglaublich viel Energie verbraucht. Auf Mathias‘ Kanal findest du übrigens neben Kochvideos auch Videos zu solchen Themen oder auch mit Tipps beim Wäsche waschen und vieles mehr. An Vielseitigkeit ist Mathias kaum zu überbieten. : )

Mathias‘ Nachricht an die Welt:

«Nimm dir mehr Zeit. Nimm dir die 10 Sekunden, um dich umzuschauen. Ich mache jeden Tag 1x 20 Liegestützen, 1x 20 Rumpfbeugen und es braucht nur 1.5 Minuten. Nimm dir die Zeit, um dich im Online-Shop 5x zu fragen, brauche ich das wirklich. Steh im Laden und nimm dir die Zeit, dich zu fragen, ob du das Produkt wirklich kaufen willst. Nimm dir die Zeit, dich zu fragen, ob du ein Video oder ein Foto postest. Es ist Zeit, die man sich allgemein nehmen sollte, um mehr Spass für Anderes zu haben, es ist wenig Zeit mit viel Wirkung».

Und so enden wir dieses Gespräch und hoffen, dass es dir genau so viel Freude macht wie uns. Schreib uns unbedingt deine Meinung in einem von meinen oder Mathias‘ Kanälen und wenn du dir die Episode gefallen hat, dann freue ich mich auf dein Review auf iTunes. Herzlichen Dank!

Das Video zu unserer Konversation kannst du hier schauen:

Hier findest du Mathias:


Youtube Privat: https://www.youtube.com/channel /UCyHEt5ndmuILbxL74NfmKJQ

Youtube Business: https://www.youtube.com/channel/UCjgVbu8CXJwcVBvA9qN4jZQ 


Instagram: https://www.instagram.com/mathiasblattmann.ch/
Facebook: https://www.facebook.com/mathiasblattmann.ch


Webseiten: https://mathiasblattmann.ch/ & https://mbvision.ch/


Darüber haben wir gesprochen:


«Eat that frog» von Brian Tracy
App «Bring!»
Brendon Burchard
Marie Forleo
Mari Kondo

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