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Kathrin Erne spricht über die Macht der Wahl und die Tücken des Selbständigseins

Kathrin ist eine Teilnehmerin meines Joy Masterminds und ich freue mich so, dass ich nun diese sehr inspirierende Episode, direkt aus dem Leben, mit dir teilen darf. Wir sprechen über das Selbständig sein, über die Kraft des Bewusstseins und über die kleinen Freuden des Alltags, wobei Kathrins erfrischende und lebensfrohe Art eine herrliche Dynamik in alle Themen bringt.

Kathrin Erne ist 48 Jahre alt und lebt mit ihrem Mann und den vier Kindern in Lenzburg im Aargau. Kathrin ist gelernte Pflegefachfrau und betreibt seit 4,5 Jahren ihr eigenes Online-Geschäft «SchniPoSaCo», wo sie praktische und feine Menüpläne für Familien erstellt. Sie habe früher gar nicht gekocht, meint Kathrin, erst mit der Familiengründung wurde dies zum Thema. Da Kathrin keine Lust hatte ständig mit Kleinkindern in den Laden zu rennen und jeden Tag zu überlegen, was sie kochen soll, fing sie mit den Menüplänen an, welche sie zu Hause auf eine Schieferplatte schrieb. Einige Fotos davon postete sie ab und zu in den Sozialen Medien wodurch immer mehr Bekannte nachfragten «was kochst du heute?» und ihre Nachbarin wollte ihr sogar den Menüplan abkaufen. Genau diese Nachbarin hat Kathrin motiviert daraus ein eigenes Geschäft zu machen. Nachdem Kathrin sich im Bekanntenkreis herumgehört hat und die Resonanz durchaus positiv war, erstellte sie zusammen mit ihrem Mann die erste Webseite. «Es ist grad sofort gelaufen», fügt Kathrin strahlend hinzu.

Wir sprechen über die Tücken, die ein selbständiger Beruf mit sich bringen kann. Kathrin erzählt, dass sie ab und zu darauf angesprochen wird, was das für ein Hobby sei, das sie da betreibe. «Das ist kein Hobby!» Hinter «SchniPoSaCo» steckt viel Arbeit, vom Recherchieren nach Rezepten zum mehrmaligen Ausprobieren bis hin zur Arbeit am Computer gibt es viel zu tun. «Ich habe das Gefühl, die Gesellschaft möchte mich wieder im Spital sehen, wo ich einen «richtigen» Job mache. Ich musste lernen, dass ich niemandem Rechenschaft ablegen muss».

«Es ist meins und ich muss gar niemandem etwas erklären!», Kathrin

«Für alles was man selber erfindet und das so noch nicht existiert, gibt es keine Wahrnehmung», Ronja

«Es macht mir Freude und es macht mir Freude, wenn meine Kund*Innen Freude haben», sagt Kathrin. Sie bekommt viele Rückmeldungen z.B. von Eltern, die erzählen, dass ihre Kinder plötzlich Lebensmittel essen, die sie vorher nicht gegessen haben. Seit einem Artikel im Blick haben sich zudem auch vermehrt Männer für ein «SchniPoSaCo»-Abo angemeldet. Mit ihrem Business möchte Kathrin vor allem bei der eigenen Menüplanung unterstützen und so hat es fast 1000 Rezepte in der Datenbank. Mit dem Probeabo merkt man zudem schnell ob‘s passt und wenn‘s passt, wird dein Leben garantiert einfacher! : )

Das ist genau das, was mir am Online-Business so gut gefällt. Wenn es nicht passt, kann man wieder gehen und wenn es passt, dann kann man enorm profitieren.

Ich frage Kathrin, wie sie sich selber gut schaut und wie sie die Freude in ihren Alltag holt, auch im Hinblick darauf, dass sie bei der Arbeit kein Team um sich hat.

«Ich bin eine gesellige Einzelgängerin, ich brauche beides», antwortet Kathrin und dass sie ab und zu gerne draussen arbeiten würde, um mal raus zu kommen. Kathrin erzählt aber, dass sie 15 Jahre gemeinnützig in der Werkstatt Lenzburg gearbeitet hat, davon 10 Jahre im gleichen Team, mit dem sie sich zu den ehemaligen Sitzungsterminen immer noch regelmässig in der Freizeit trifft. Nun steckt sie die Fühler aus, was es Neues gibt. Sie habe ein gutes Netz und treffe sich oft mit Leuten, meint Kathrin und wenn möglich geht sie einmal im Monat mit ihrem Mann in Zürich Mittagessen.

«Ich bin sehr happy, dass ich so frei arbeiten kann», Kathrin

Kathrin geniesst es extrem, nicht fix irgendwo sein zu müssen: «Es ist ein Privileg, das ich mir aber auch erarbeitet habe». Kathrin fügt an, dass es ohne die Unterstützung ihres Mannes definitiv mehr Mut gebraucht hätte.

Ich höre ab und zu Abraham Hicks und sie sagen oft (frei übersetzt): «Ihr seid hier, um es lässig zu haben». Das ist so unschweizerisch – aso was lässig?? Nein, nein, das ist eine ernsthafte Sache… Stell‘s dir aber einfach mal vor, tönt doch schon «amächelig» oder? Wo und wie und was kannst du ändern, um es in deinem Leben lässig zu haben?

Kathrin erzählt, dass sie lange eine Schiene gefahren ist, bei der es vermeintlich zum guten Ton gehört hat «chli z'jömmerle», alles schwierig zu finden und immer wahnsinnig viel zu tun zu haben… «Ich habe gelernt: Es ist meine Entscheidung!».

«Auch wenn es nicht immer einfach ist, kann ich entscheiden, wieviel ich geben kann und was ich helfen kann, dass es mir trotzdem noch gut geht», Kathrin

Für Kathrin ist das Thema «Dankbarkeit» ein springender Punkt. Sie füllt jeweils den Joyometer aus, bei dem sie zurück auf die Woche schaut und sich überlegt, was sie alles Schönes erlebt hat. Es gibt so vieles für das man dankbar sein kann und auf das man sich freuen kann. «Mit deinen Tools ist es mir gelungen das schnell umzupolen», fügt Kathrin an.

«Ich habe mir Gedanken gemacht, wie ich es haben will und dann ist so viel Cooles passiert. Manchmal denke ich, dass dies auch einfach so passiert wäre, aber es fällt mir viel mehr auf, dass dies funktioniert. Das Schwierige und Schwere war früher gewichtiger», Kathrin

Man kann über seine Laune entscheiden und auch in eine schwierige oder traurige Situation Energie reinbringen. Es geht nicht darum krampfhaft eine Situation wegzulächeln, sondern voll bewusst und mit ganzem Herzen dabei zu sein und so einen ganz anderen Schwung rein zu bringen.

«Freude ins Leben zu holen ist ein Unterschied, als wenn man einfach darauf wartet, ob jetzt endlich mal was Nettes passiert», Kathrin

Es ist eben schon wie mit dem bitzli klischeehaften Wahrnehmen des schönen Blümchens am Wegrand, meint Kathrin verschmitzt. «Wenn du das übst, dann achtest du dich viel mehr darauf und überlegst, wie du dir jetzt Gutes tun kannst».

Kathrin hat einmal in ihrem Joyometer geschrieben, dass sie ihren Kaffee oder Tee immer wieder an einem anderen Ort trinkt. Diese Vorstellung hat mir gut gefallen.  

«Solche Kleinigkeiten kannst du immer machen, auch wenn du mit einer Diagnose kämpfen musst, die schwierig ist, das gehört zum Leben. Dir etwas Gutes tun und das bewusst machen ist der grosse Unterschied», Kathrin

«Wenn die Freude kommt, fügt sich nachher auch so vieles», Kathrin

Es sind simple Tricks, aber man muss sie anwenden. Nur wenn du Gemüse sähst kannst du nachher auch etwas ernten. : )

Kathrin hat die Joy Academy ans Mastermind gehängt und sagt: «Mit der Joy Academy wollte ich grad dranbleiben. Es tut alles so gut und ich fand, das muss ich noch festigen. Es ist auch ein springender Punkt, dass du Tools hast, die lässig sind. Ich finde es einen schönen Gedanken, dass es wie ein Buffet ist, wo ich nehmen kann was ich will».

Kathrin hat sich am Anfang des Mastermind gesorgt, dass man viel schreiben muss, aber jetzt bereitet es ihr sehr viel Freude den Joyometer auszufüllen oder sich über ihre BE-DO-HAVE-Liste Gedanken zu machen. Falls du dich fragst häääää, was ist das alles? Ich verlinke dir unten alle Infos zum Joyometer, zur Joy Challenge, zur Joy Academy und zum Joy Mastermind. : )

«Ich bin erst seit 5 Monaten dran und hätte nie gedacht, dass in so kurzer Zeit so viel passieren und es so viel bewirken kann», Kathrin

«Freude im Leben haben und sich nicht von Dingen, die nicht laufen oder Sorgen, die ich mir mache, ins Bockshorn jagen lassen», Kathrin

«Im Grossen und Ganzen ist es wirklich das Leben und den Alltag leichter zu gestalten, mehr Spass zu haben und den grossen Unterschied zu merken: Es muss nicht immer alles schlecht sein, wenn etwas nicht rund läuft, auch dann kannst du einen guten Tag haben und dich mehr darauf achten, was lässig ist», sagt Kathrin.

«Für mich ist es etwas sehr Wertvolles, wenn ich jemandem eine Freude machen kann», Kathrin

Kathrin sagt, dass sie auch aufgehört hat Sachen in etwas hinein zu interpretieren, die sie gar nicht weiss. Früher habe sie sich tausend Gedanken gemacht, was der oder die über sie denken könnte.

Ich frage Kathrin, wie sie das losgeworden ist. Dies ist eine der grössten Ängste von so vielen und oft bezieht man etwas das jemand anderes macht (den/die man vielleicht nicht einmal kennt!) grundlos auf sich…

Kathrin sagt, dass sie sich zwar immer noch oft dabei ertappt, sich heute aber besser abgrenzen kann. «Oft redet man sich etwas ein, das man gar nicht weiss, das bringt es nicht. Ich habe auch gemerkt, dass in Situationen, wo ich nein gesagt habe, nichts passiert ist. Früher dachte ich alle seien dann hässig, das ist gar nicht nötig».

«Solange ich niemandem schade und nichts mit bösen Absichten mache, bin ich auf der sicheren Seite», Kathrin

Wenn du weisst, dass es für dich stimmt und du im Recht bist so zu entscheiden, dann musst du es auch nicht allen recht machen. Es ist eine Endlosschlaufe, es allen recht machen zu wollen. Mach es lieber dir selber ganz fest recht und frage dich was dir wichtig ist und wie du damit umgehen willst.

Kathrin erzählt dass sie vor 10 Jahren, als sie mit der Arbeit im Spital aufhörte, oft für Dinge, wie z.B. Kinder hüten, angefragt wurde und es ihr sehr schwer fiel NEIN zu sagen. Heute fühlt sie sich nicht mehr schlecht, wenn sie nein sagt.  

«Sei einfach klar, dann ist es gut», Kathrin

Wenn du für dich die Regeln gestaltest, wird es so einfach. Wenn ich nein sage, meine ich nein und wenn ich ja sage, meine ich ja. Dadurch traut sich mein Umfeld auch mich um etwas zu bitten, weil sie wissen, dass ich klar zu- oder absage und dann kommen auch keine komischen Gefühle auf. Wenn jemand hässig ist, dass du einen Gefallen, um den er/sie dich bittet, nicht machst, dann ist das ganz sicher nicht dein Problem. Du kannst auch viel besser unterstützen und helfen, wenn du dabei nicht deine eigene Energie aufbrauchst, sondern aus einem Energieüberfluss schöpfen kannst.

Kathrin sagt, dass sie auch gelernt hat, bei ihren eigenen Angelegenheiten zu bleiben. «Sehr viele Leute befassen sich oft mit den Angelegenheiten anderer». Seit sie damit aufgehört hat, merkt sie, dass auch die anderen damit aufgehört haben. «Man ist mehr bei sich und das ist das Wichtigste» ergänzt Kathrin. Sich auch bewusstwerden, dass man die anderen nicht ändern kann, sich selber aber schon.

Kathrin erzählt, dass sie seit einiger Zeit regelmässig Yoga und Sport macht und bemerkt hat, dass ihr Mann, welchen sie früher mit gutgemeinten Ratschlägen «mach doch mal einen Spaziergang», eher hässig gemacht hat, statt ihm zu helfen, nun plötzlich auch vermehrt zum Ruder greift. «Vielleicht habe ich ihn inspiriert».

Ich könnte den ganzen Tag im Bett hängen oder im Garten hängen oder mit Freund*Innen hängen… : ) : ) aber meinem Körper zuliebe mache ich auch Sport. In der Joy Academy hat es eine tolle Meditation, bei der du dich mit deinem Körper unterhältst und herausfindest, was sie oder er braucht. Das ist das Tolle bei all diesen Übungen und Meditationen, nicht ich sage dir, was du tun musst, sondern du holst alles aus dir selber raus, dann ist es auch massgeschneidert auf dich!

Kathrin sagt, dass es schon auch Tage gibt, an denen sie einfach schlecht gelaunt ist, «das ist auch ok so». Aber sie fügt an: «Ich habe so viel Macht, ich muss nicht alles über mich ergehen lassen was kommt, ich kann mich fragen, was ich damit machen will».

«Das Bewusstsein zu ändern ist das A und O», Kathrin

Es gibt Leute, die bei mir denken, dass ich immer fröhlich bin, dabei kann ich sehr hässig oder traurig sein. Wenn du es aber SEHR bist, statt nur so halbpatzig, dann ist es auch schneller wieder vorbei und du schleppst es nicht durch den Tag oder gar mehrere Tage und es drückt dir nicht langfristig auf die Seele.

«Wenn du so viel Energie hast, dass du auch zu mies gelaunten Personen freundlich sein kannst, bringt sie das völlig aus dem Konzept», Ronja

Es geht nicht darum, etwas auf die leichte Schulter zu nehmen, sondern mit vollem Herzen dabei zu sein und sich das Leben immer noch lustiger zu gestalten und sich immer wieder zu fragen was man will.

Kathrin sagt, dass sie gemerkt hat, dass sie vermehrt das Bedürfnis nach Ruhe hat. Nun geht sie 3, 4 Tage alleine in die Berge und freut sich sehr auf die Zeit allein mit sich.

Als Mika kleiner war habe ich auch gemerkt, dass mir Allein-Zeit fehlt und drum habe ich mit dem früh aufstehen begonnen. Mika ist dann auch früher aufgestanden, aber ich habe ihr klar gesagt, dass sie zwar auf dem Sofa liegen und dabei sein kann, dies aber MEINE Zeit ist. Das ist nicht gemein, sondern wegweisend für meine Tochter, dass es okay ist seine Bedürfnisse ernst und sich Zeit für sich selber zu nehmen.

«Man hat verschiedene Bedürfnisse zu verschiedenen Zeiten im Leben», Kathrin

Und schon ist eine Stunde vorbei! Die Zeit fliegt nur so während meinen Podcast-Gesprächen! Es ist so spannend eine Stunde lang in ein anderes Leben, in andere Einsichten, in andere Gedanken zu tauchen. Ich hoffe sehr, dass du das Gespräch mit Kathrin genauso geniesst wie ich. Viel Spass damit! : )

«Du weisst nicht welches gute Wort wen wo wann wie glücklich macht», Ronja

Das Video zu unserer Konversation kannst du hier schauen:

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