Was sterbende Menschen bereuen

Ich war 17 und es war ein eiskalter Dezembertag, als ich an diesem offenen Grab stand. Meine Tränen strömten pausenlos über mein Gesicht, sie fühlten sich warm an. Ich sah wie meine Freundin eine Rose auf den Sarg fallen liess und dazu «Ich liebe dich» flüsterte. Die Gewissheit, dass dieses Leben von einer Sekunde auf die andere vorbei sein kann, die schlug mir immer wieder wie eine Faust ins Gesicht. Patrick war von einer Lawine in den Tod gerissen worden. Vier Leute aus einer Zehnergruppe sind gestorben. Sechs Familien feierten, dass ihre Liebsten am Leben waren, vier Familien mussten mit dem brutalen Fakt, dass dieses Leben nicht für immer ist, umgehen.

Du hast keine Garantie für dein Leben, nicht für das nächste Jahr oder für den nächsten Tag... jeder Moment könnte dein letzter sein. Es war hart, das schon mit 17 zu lernen, aber ich denke es kommt nicht so sehr aufs Alter an. Das erste Mal, wenn dir das so richtig bewusst wird, verändert dich für immer.

Während den darauf folgenden elf Jahren, war ich an viel zu vielen Beerdigungen von gleichaltrigen Gspändlis. Ein Töffunfall, noch eine Lawine, ein Suizid, noch ein Töffunfall... und dann… dann ist die beste Freundin meiner Schwester gestorben... an einem Herzinfarkt. Sie war 25 Jahre alt. Oh wow... keine gefährliche Sportart, keine risikoreiche Skitour, kein vielleicht zu schnell fahren... sie war zu Hause am Telefon. Ihr Freund hatte sie nach allen Regeln der Kunst reanimiert, aber sie ist nicht mehr zurückgekommen.

Das war DIE Beerdigung, woich definitiv und für immer beschlossen habe, dass ich keine Kompromisse mehr eingehe. Ich habe da an diesem Grab entschieden, dass ich mein Leben nur noch nach meinen Regeln leben werde.

Ich mache nur noch Dinge, die ich machen will. Ich muss niemanden beeindrucken ausser mich selber. Gehe ich an eine Party, dann will ich 100% dort sein. Verbringe ich Zeit mit jemandem, will ich 100% hier und jetzt mit dieser Person Zeit verbringen. Ich sage JA, wenn ich ja meine (ich weiss, das wiederhole ich die ganze Zeit, aber es ist so simpel und so wichtig und so viele Menschen verbiegen sich die ganze Zeit für andere und sagen Ja, wenn sie Nein meinen...) und NEIN, wenn ich nein meine.

Vielleicht lebst du schon so? Ich habe nicht erst nach dem Verlust dieser Freundin damit angefangen, mein Weckruf kam ja schon mit 17... ich war schon ziemlich gut unterwegs, aaaber 2005 habe ich so RICHTIG das Spiel des Lebens zu spielen begonnen. Ich könnte morgen tot sein, also koste ich heute so richtig aus! Ich geniesse meinen Tag. Ich bin so freundlich und zuvorkommend, wie ich nur sein kann (und mag) zu allen Menschen, die mir heute begegnen. Ich mache was ICH will. Ich verbringe Zeit mit den Menschen, die ich über alles liebe und mit Menschen, die ich interessant finde. Ich esse die feinsten Dinge. Ich trage Sorge zu meinem Körper... Ich bin «ALL IN»... wie sagt man das auf Deutsch? Ich bin voll dabei?

Ich bin so sehr davon überzeugt, dass wir keinen Weckruf - Wakeupcall brauchen, um unser Leben zu ändern! Vielfach ist es aber (leider) so, dass wir erst wegen einer Krankheit, einem Unfall, einer Katastrophe, einer schlechten Diagnose unser Leben umkrempeln... Du liest das hier und jetzt… bist du dabei dein Leben einfach ab sofort hier und jetzt zu ändern, weil du dich dazu entscheidest? Nicht weil du zuerst einen «Schlag ins Gesicht» brauchst, um aufzuwachen?

Kennst du das Buch von Bronnie Ware: 5 Dinge die Sterbende am meisten bereuen?

Sie hat in einem Hospiz so viele Menschen in den Tod begleitet und mit ihnen über ihr Leben, was schön war und was sie bereuen,gesprochen. Es ist sehr berührend alle diese Geschichten zu lesen, ich kann dir das Buch sehr empfehlen. Die Top 5, was Menschen am Ende ihres Lebens bereuen sind:

  1. Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mein eigenes Leben zu leben.
  2. Ich wünschte, ich hätte nicht so viel gearbeitet.
  3. Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, meine Gefühle auszudrücken.
  4. Ich wünschte, ich wäre mit meinen Freund*innenin Kontakt geblieben.
  5. Ich wünschte, ich hätte mir erlaubt, glücklicher zu sein.

Was geht durch deinen Kopf, wenn du diese 5 Sätze durchliest?

Ich habe SOOOFORT ganz viele Fragen zu den einzelnen Punkten in meinem Kopf… für dich und mich:

  1. Magst du deine Arbeit? Machst du etwas, das dir Freude bereitet? Das du liebst? Hast du dir deine Arbeit selber ausgewählt oder willst du jemanden beeindrucken oder die Erwartungen anderer erfüllen? Von wem? Von deinen Eltern? Deinem Partner? Deiner Partnerin? 
  2. Wie balancierst du Arbeit und Freizeit aus? Ist deine Arbeit schon sehr mit Spass gefüllt? Hast du Zeit für dich selbst? Trägst du Sorge zu deinem Körper, zu deiner Seele, zu deinem Herz? Wie steht es um deine Träume und deine Visionen, die du für dich hast, ob in der Arbeit oder sonst im Leben?
  3. Was wäre, wenn du mehr «Ich liebe dich» sagen würdest? Wie wäre es, wenn du das Kompliment, das auf deiner Zunge liegt, einfach aussprichst? Wie ist das mit dem NEIN sagen, wenn du nein meinst und dem JA sagen, wenn du ja meinst? Wie wäre es, wenn du deine Traurigkeit und Tränen einfach rauslassen würdest, wenn du traurig bist und deine Freude geniessen, wenn es dir gut geht: Hüpfen und Rutschbahn fahren und ganz fest das Leben feiern? 
  4. Wer sind die wichtigsten Menschen in deinem Leben? Welches sind deine engsten Freund*innen? Die guten Freund*innen? Die Kolleg*innen? Wann hast du sie zum letzten Mal gesehen? Einen Brief oder eine Postkarte geschrieben? Ein Päckli geschickt? Angerufen? Eine Message geschickt? Ein Bier zusammen getrunken? Zusammen die Zeit genossen? Was wäre gerade jetzt supersuperlässig zu tun für jemanden, der dir sehr nahe steht? 
  5. Wieviel FREUDE lässt du in dein Leben? Wieviel Glück? Ist dein Leben lustig? Einfach? Was könntest du ändern oder tun, damit du mehr glückliche, lustige, übermütige, beschwingte Momente in dein Leben hineinholst? Für dich persönlich und für deine Liebsten! Jajajaja, das ist sooo wichtig und darum bist du auch hier auf diesem Blog, oder?

Ich schreibe diese Fragen nicht, um dich zu belehren oder dir zu sagen, dass du es nicht richtig machst, siiiicher nöd! Ich bin in all diesen Dingen weit weg von perfekt, aber um das geht es ja gar nicht. Diese Fragen sich immer wieder zu beantworten und Dinge zu ändern, die wir ändern können, das macht das Leben spannend und vielfältig und wertvoll. Wir brauchen diesen Weckruf der Katastrophe eben nicht… nur ein paar Fragen. : ) Die Antworten darauf sind so unendlich spannend und aufschlussreich für dich! Überlege, was du wirklich mit deinem wertvollen Leben anstellen und mit wem du deine Zeit verbringen willst. Deine Vision kannst du gross und fett in deinen Gedanken haben, während du dirTag ein Tag aus eine gute schöne Zeit gestaltest, in kleinen Schritten oder grossen Sprüngen.

Lass uns einfach immer im Hinterkopf haben, dass das Leben in einer Sekunde zu Ende sein kann. Lass uns das bewusst sein, während wir es darauf abzielen gesund und glücklich uralt zu werden! Lass uns jeden Tag geniessen und wenn etwas schief oder sehr schief läuft, bist immer noch DU die Kapitänin oder der Kapitän, du kannst deine Route wählen und ändern, jederzeit!

Ich empfehle dir all diese Fragen mal schriftlich zu beantworten und zu schauen, was dir alles durch den Kopf geht. Du kannst dir auch deine eigene Beerdigung vorstellen und dir ausmalen, was die Leute über dich sagen sollen, was du zurücklässt und wer dabei ist... Falls du, wie ich, Beerdigungen gaaaar nicht magst, kannst du dir auch ausmalen, wie du ganz alt (wie alt? ) auf deiner Veranda sitzt, topfit und zwäg und auf dein Leben und all deine grossen und kleinen Abenteuer zurückschaust. Was hast du alles gemacht? Was war dir wichtig? Du weisst, wie ich meine! : )

Willst du das jetzt anpacken mit deinem Leben, das keine hätte-ich-doch-Gedanken auslöst? Dann komm in die Joy Academy. Alle Lebensbereiche decken wir ab, um dir zu überlegen, was du wirklich willst. Wie du denken, handeln und sein möchtest auf der Bühne des Lebens. Alle Techniken und Werkzeuge, die ich in den letzten 25 Jahren gesammelt, getestet und für sensationell befunden habe, liegen bereit für dich zumAusprobieren und dann in dein Leben einbauen. Das Ziel: Du fühlst dich selbstbewusst, frei, unbesiegbar, stolz, selbstbestimmt und glücklich! Findest du das zu viel des Guten? Total übertrieben? Ich nicht! : ) Weil du weisst ja, du hast keine Garantie für dein Leben. HEUTE anfangen zu tun, was DU willst, mit singendem Herzen und einem Grinsen auf dem Gesicht, das kannst du für dich entscheiden und sofort in dein neues Lebensgefühl einsteigen. Falls du Fragen hast zur Joy Academy, melde dich bei mir: ronja(@)ronjasakata.com

Du findest das schööön und gut, willst mich aber zuerst auschecken, ob ich da wirklich etwas zu bieten habe? Voll verständlich. : ) Melde dich hier für den gratis 21 Tage Challenge an, wo ich dich mit ganz verschiedenen Themen der Joy Academy inspirieren möchte, damit du deine Vision glasklar siehst und weisst, DA will ich hin, ohne, dass ich irgendetwas zu bereuen habe, wenn meine Zeit gekommen ist! 


Diese Woche habe ich dir den Joyometer nicht im Video gezeigt, weil ich den nämmli aufgenommen habe, bevor es der Montag, der 14. September war. Der hier angefügte Joyometer ist aber ganz frisch und tagesaktuell, live aus den Bündner Bergen! 

Liebste Grüsse

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