Zufällige Aktionen der Freundlichkeit

Ich liebe Überraschungen! Ich liebe es Leute zu überraschen und auch Gschänkli machen, ohne irgendeine Erwartung für eine Gegenleistung. Das Grösste ist der Moment, wo die andere Person das Geschenk entdeckt. Live dabei sein beim Überraschungsmoment ist schön, was ich aber auch supercool finde, ist, wenn ich mir das einfach nur vorstellen kann. Ich bin schon lange nicht mehr vor Ort, wo meine Nachricht oder mein Geschenk versteckt ist, aber in meinem Kopfkino stelle ich mir vor, wie genau die richtige Person im richtigen Moment meine Überraschung findet.

Auf Englisch heisst das «random act of kindness», der zufällige Akt der Freundlichkeit. Hast du das auch schon gemacht? Jemanden Wildfremden mit einer Freundlichkeit erfreut? Falls ja, erzähle mir bitte deine Ideen. Eine Bibliothek mit Ideen, weisch wie lässig.

Du hast noch nie von diesem «Konzept» gehört? Es ist ganz einfach: Du spielst in deinem Alltag Heinzelmännchen und Heinzelfrauchen und hast selber ganz viel Spass und machst Bekannten oder Unbekannten eine geplante oder zufällige Freude. Du kannst dir natürlich liebe - schöne - zuvorkommende - lustige Aktionen für deine Familie oder Arbeitsgspändli ausdenken, das macht auch Spass, aaaaber für wildfremde Leute etwas Positives anstellen finde ich den grössten Spass!

Ich bin ein grosser Fan von EINFACHEN «random acts of kindness». Zum Beispiel mistest du alle deine Bücher aus und diejenigen, die du nicht noch einmal lesen wirst oder willst, die aber schön und gut aussehen und du weisst, dass sie sich lohnen zu lesen, die kommen auf die Überraschungsbeige. Schreibe auf ein Postit-Zädeli eine nette Nachricht oder grad direkt ins Buch, dass du viel Lesespass wünschst und villicht noch wieso dir dieses Buch super gefallen hat... Diese Bücher legst du auf ein Aussichtsbänkli, lässt sie im Zug oder Bus auf dem Sitz oder an sonstigen kreativen Orten.

Als ich angefangen habe so Bücher in den öffentlichen Verkehrsmitteln «zu verteilen» habe ich noch keine Nachrichten hineingeschrieben. Ich habe mir vorgestellt, wie erfrischend es sein wird, anstatt all die schlechten Nachrichten in der Zeitung zu lesen, kann jemand mein Buch lesen. Eines der Bücher war ein Kinderkochbuch, das ich supertoll fand und einige Rezepte daraus auch heute noch regelmässig koche. Pizzatoast aus altbackenem Brot, Zitronenlimonade... sehr beliebt bei Sakatas! Eine Woche später hat mich meine Mutter angerufen, dass ich ein Päckli bekommen hätte mit meinem ledigen Namen Müller drauf. Ich hatte keinen Plan, was das sein konnte und bat sie das Paket zu öffnen. Du kannst dir vorstellen was darin war? Das Kinderkochbuch!! Ich habe vergessen hineinzuschauen, denn im Feld «Dieses Buch gehört:» habe ich meine Adresse in grossen Schnüerlischrift-Buchstaben mit dem fetten blauen Filzstift hineingeschrieben. Eine Dame hat das Buch «gefunden» und schrieb einen superherzigen Brief dazu, sie hoffe, dass ich mich freue es wiederzubekommen. Wie unglaublich nett ist das denn?

Sie konnte definitiv nicht wissen, dass ich 20 Jahre älter war, als sie annahm. Dank ihrer Nettigkeit habe ich angefangen Nachrichten in die Bücher zu schreiben, dass niemand mehr auf die Idee kam, sie mir zurückzubringen oder vielleicht sogar aufs Fundbüro. Dieses Buch ist für DICH, viel Spass damit!
 
Ich weiss, jetzt in Corona-Zeiten hast du vielleicht Respekt davor einfach so ein fremdes Buch anzufassen? Du kannst es ja in einen Plastiksack legen oder ein Päckli machen und darauf schreiben, dass du es mit ganz sauberen und desinfiszierten Händen berührt hast und sogar die Oberfläche abgewischt hast? Was auch immer für dich wichtig ist. Die richtige Person wird es sicher finde

Es muss natürlich kein Buch sein! Klebe ein Couvert mit ein paar Münzen an einen Verkaufsautomat mit einer Nachricht: Kauf dir etwas, das du magst. Wickle ein 5Franken-Stück oder eine 5 Euro-Note in ein Brieflein ein, mit einer netten Message.

Bezahle den Kaffee für die 5. Person hinter dir in der Schlange beim Coffeeshop, bezahle das Mittagessen einer älteren alleine am Tisch sitzenden Person im Restaurant... wer weiss, was dir alles in den Sinn kommt! Was auch einfach schön ist: Eine Nachricht. Ohne sonst etwas. Oder Kreide-Nachrichten auf dem Boden? Falls du es dir ganz einfach machen willst, druckst du einfach die Joykarten aus!

Was auch immer du anstellst, es könnte DAS ZEICHEN sein für eine Person, die deine Überraschung findet, auf das sie oder er so lange schon darauf wartet. Ich bin sicher du wirst bei der Vorbereitung schon cheibe viel Spass haben und das ist doch das Allerbeste an dem Ganzen. Viel viel Spass wünsche ich dir beim Umsetzen deiner Ideen.

Poste deine «random acts of kindness» auf Social Media, nicht um anzugeben, sondern um deine Freund*innen zu inspirieren mitzumachen. Schicke mir ein Foto mit deiner Geschichte oder poste es auf instagram und tägge mich mit @joyismycompass und @ronjasakata. Weisch wie cool, wenn all diese schönen Ideen, um jemandem den Tag zu versüssen, gesammelt sind! Falls du lieber still und heimlich Heinzelfrau oder Heinzelmann spielst: Mach das!!! Jede Aktion löst eine positive Welle aus. Jajajaajaa, da glaube ich sehr fest daran!

Danke, dass du mitmachst! Danke fürs Welt verbessern. Du machst einen Unterschied mit deinen Aktionen, denke jaaa nicht, dass das ja nicht viel nützt. So klein auch der Einfluss einer freundlichen Nachricht oder eines Lächelns scheinen mag, du weisst nicht, wieviel du damit für die andere Person in ihrem Leben veränderst!

Mein Joyometer diese Woche ist voll von Kursschiff-Magie. Seit ich jedes Jahr ein Visionboard mit all meinen Wünschen und guten Absichten gestalte, klebe ich jedesmal irgendwo ein Vierwaldstättersee-Kursschiff darauf. Ich liebe es die grosse Rundfahrt zu machen und 6 Stunden lang durch die Berge hindurch zu cruisen. Am liebsten auf einem der majestätischen über hundertjährigen Dampfschiffen auf dem 1. Klass-Deck. Da kann ich wunderbar an meinem Laptop arbeiten. Einmal waren wir mehrere Unternehmerinnen an Bord, es war ein eher düsterer Tag, aber das spielt keine Rolle, wenn sich die «Büroaussicht» ständig ändert und wir so schön unterwegs sind. Plötzlich kam der Herr Kapitän zu uns (sie wechseln sich immer ab, um Pausen machen zu können auf dieser langen Fahrt) und begrüsste uns sehr interessiert. Was wir denn alle hier machten und wie das funktioniert, einfach nur so mit dem Computer. Er zauberte von irgendwoher sogar noch einen Mehrfachstecker hervor, weil wir nicht genug Steckdosen für all unsere Grätli hatten. Sein Name war Franz Mathis und wir blieben nach diesem Gespräch via Instagram in Kontakt.

Am letzten Samstag war seine Abschiedsfahrt vor seiner Pensionierung und Mika und ich waren als seine Gäste eingeladen dabei zu sein! Was für eine Ehre. Es war soooo berührend! Jedes entgegenkommende Schiff tuuutete und pfiff mit seinem Dampfhorn, alle an Bord winkten, manchmal sogar unisono mit weissen Servietten. An einigen Schiffsstegen wurde Franz mit einem Alphorn und Schwizerörgelikonzert beehrt und auf dem Schiff waren seine Musikerfreunde und zusammen spielten sie immer wieder ein Lied. Es hat mich riesig gefreut, wie Franz nach 34 Jahren im Dienste des Vierwaldstättersees so ehrerbietig verabschiedet wurde. Auf meinem Joyometer steht fast nichts anderes, als alle Facetten dieser Schifffahrt. Schau dir das kleine Video an aus meinen Instastories (followe mir auf @ronjasakata und @joyismycompass), damit du dir ein Bild machen kannst.

Was hat dir am allerbesten gefallen an deiner letzten Woche? Für was bist du dankbar? Wer hat dich warum inspiriert? Was hast du gelesen oder dir angehört? Der Joyometer soll nämlich DIR etwas nützen, damit du merkst, was du alles für positive Dinge erlebt hast. Sobald du dies als wöchentliches Ritual eingeführt hast (vielleicht mit deiner Partnerin, deinem Partner, deinen Kindern, deiner Freundin, deinem Freund zusammen? Aso jede Person für sich ; )) und ein paar Wochen durchgezogen hast, wirst du den Unterschied merken. Es tut gut, dieser Fokus aufs Gute, es macht FREUDE... aaah und darum sind wir ja hier, gäll! Diese Mindset-Werkzeuge sind nicht kompliziert, wir müssen sie aber ANWENDEN, dass sie etwas nützen!

Den Joyometer kannst du dir hier downloaden. Falls du die Joy-Chärtlis brauchen möchtest, um ganz einfach Freundlichkeit zu verteilen, kannst du sie hier auswählen. Jeden Monat mache ich ein neues Design, da kann ich meine Kreativität ausleben und du hast eine Bibliothek zum Auswählen. Schreibe unbedingt deine eigenen Nachrichten und schicke auch hier wieder Fötelis zu miiiir. Ich möchte sie auf Insta und Facebook posten, ein Video mit Bildern zusammenstellen und und und! : ) Zeigst du mir deine geschriebenen Joy-Chärtlis in Action?  

Diese Chärtli-Aktion und «Random Act of Kindness» sind auch Teil in meinem 21tägigen Joy-Challenge. Melde dich doch an, ischimfallgratis und lass dich zu weiteren Taten inspirieren und zusammen machen wir diese Welt Schritt für Schritt ein bisschen lustiger, heller, freundlicher, zuvorkommender,... gäll guet? Hier kannst du dich anmelden: www.ronjasakata.com/jre-ch

Danke, dass du mit mir diese Zeit verbracht hast, ich freue mich sehr dich hier zu haben. DANKE noch tuusigmal mehr, dass du dir selber Zeit schenkst und die
Joyometer-Fragen für DICH ausfüllst. Du bist der wichtigste Mensch in deinem Leben und du verdienst Aufmerksamkeit von dir und dass du dich ganz zuvorkommend und wertschätzend behandelst! 

Ich winke dir und schicke dir liebste Grüsse,

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